Playstation, X-Box, Wii - Konsolen und Games gibt es viele. Und noch viel mehr Jungs die Zocken lieben. Also, wie sieht's denn nun aus mit der Konsole? Ist sie unser Feind? Oder vielleicht doch unser Freund?
„Feindliche Aufklärungsdrohne gesichtet!“ Nein, ich befinde mich nicht etwa im Kriegsgebiet. Ich liege im Bett, in meiner Wohnung, im schönen München. Es ist Sonntag, im Halbschlaf dreh ich mich nochmal auf die andere Seite. Doch nebenan im Wohnzimmer sind zumindest die Gedanken gerade auf dem Kampfschauplatz.
Seit circa zwei Wochen haben wir - also mein Freund und ich - nämlich eine
neue Mitbewohnerin. Ihr Name? Playstation 3. Klein und unauffällig steht sie in
ihrem schwarzen Superslim Outfit unter dem Fernseher und glänzt mit den frisch
geputzten Fenstern um die Wette. Eigentlich fällt sie gar nicht weiter auf –
wenn sie denn nicht so viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Davor war mein
Freund einmal die Woche, jeden Freitagabend beim „Zocken“. Kein Ding, ich hab
gern ein bisschen Zeit für mich. Jetzt ist die Konsole jedoch 24 Stunden am Tag
dabei. Egal ob wir essen, putzen oder einfach nur abhängen. Der Griff zum
Controller bleibt nicht aus. Bestes Beispiel: Ich schnappe mir Putzlappen und Staubsauger,
was macht er? Guckt mit starrem Blick auf den Bildschirm und murmelt
irgendwelche Schimpfwörter vor sich hin. Dass er von selbst darauf kommt mir zu
helfen? Fehlangzeige! Andere Szene: Friedlich schlummernd liege ich im Bett,
auf einmal weckt mich das Geräusch des Versuches den Schlüssel ins Schlüsselloch zu stecken. Es ist 3.40 Uhr. Doch anstatt das mein Liebster sich zu mir legt, kommen er und sein Kumpel erst mal rein, ich bekomm
einen kurzen Begrüßungskuss und dann wird gespielt. Eine halbe Stunde später
kann ich endlich wieder einschlafen.
So weit, so gut. Aber wie können wir verhindern, dass die
Konsole zum Beziehungsproblem wird? Eigentlich haben wir Mädels nur zwei
Möglichkeiten: Wir können einfach mitspielen. Glaubt mir, so ein kurzer Kampf kann entspannend wirken! Sogar ich hab ein Lieblingsspiel, nämlich Tekken. Natürlich
sind wir dabei nicht so fanatisch wie Jungs. Die andere Zeit können wir einfach
für uns nutzen. Die neuste Zeitschrift lesen, Sex and the City schauen oder
einfach shoppen gehen. Es gibt genügend Dinge, die ich zu erledigen hab. Das
wichtigste ist allerdings nicht zu stressen. Lasst die Jungs in Ruhe zocken, who
cares? Wenn wir nerven, sind sie von uns genervt, à la jetzt motzt die Olle
schon wieder. Und wer will schon die stressige, zickige Freundin sein? Also ich
nicht. Deswegen: Macht euch die Konsole zum Freund! Zeigt Interesse daran und spielt auc mal mit! Denn wie meine Mutter mir schon erklärt hat: "Tja, das ist eben die Generation. Die werden mit 50 auch noch zocken." Früher Briefmarken, heute Playstationspiele.
Ich kann zwar nur für mich sprechen, aber mich stört sie
nicht. Ehrlich. Auch wenn ich jetzt manchmal zweimal um Hilfe bitten muss, die
Mühe ist es mir wert. Ich will ja auch nicht blöd angemacht werden nur weil ich
mir gerade die dritte Schicht Nagellack auftrage.
1 Kommentar:
Keine Bange! Dass ist wie mit eine neuen Liebe. Irgendwann wird es zur Gewohnheit - und die Attraktivität lässt nach. Niemand kann auf Dauer 24 Stunden zocken.
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